WordPress .htaccess Optimierung

Von 16. April 2013 Wordpress Ein Kommentar

In diesem Beitrag möchte ich einen kleinen Überblick darüber geben, wie man die .htaccess Datei für WordPress optimieren kann und welche Einstellungen möglich sind. Einige Dinge sollten unbedingt gemacht werden, manche sind optional.

Permalinks


# BEGIN WordPress
<IfModule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteBase /
RewriteRule ^index.php$ - [L]
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-f
RewriteCond %{REQUEST_FILENAME} !-d
RewriteRule . /index.php [L]
</IfModule>
# END WordPress

Dieser Eintrag dient dazu, Permalinks nutzen zu können. Eingestellt wird diese Funktion unter “Einstellungen-Permalinks” in der WordPress-Administration. WordPress fügt diesen Code dann entweder automatisch in die .htaccess ein oder Ihr müsst das per Hand tun. Diese Einstellung sollte grundsätzlich durchgeführt werden, da sie große Vorteile hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung bringt und Benutzerfreundlichkeit sowie Ästhetik deiner Links heraufsetzt.

Dublicate Content


 RewriteEngine On
 RewriteBase /
 RewriteCond %{HTTP_HOST} !^www.meine-webseite.de$ [NC]
 RewriteRule ^(.*)$ http://www.meine-webseite.de/$1 [R=301,L]

Dieser Eintrag vermeidet Dublicate Content oder zu Deutsch “Doppelten Inhalt”. Normalerweise kann eine Webseite immer mit und ohne “www.” aufgerufen werden. Für Suchmaschinen sind dies jedoch zwei verschiedene Webseiten und somit auch Dublicate Content. Es entstehen pro Seite somit zwei Ziele: “www.meine-webseite.de” und “meine-webseite.de”. Diese Anweisung in der .htaccess sorgt dafür, dass Adressen ohne “.www” automatisch mittels Satuscode 301 auf die jeweilige Adresse mit “www.” weitergeleitet wird. Der Besucher merkt davon nichts.

Wichtige Dateien sichern


<files wp-config.php>
Order deny,allow
Deny from all
</files>

<Files .htaccess>
Order Allow,Deny
Deny from all
</Files>

Dieser Eintrag sichert die beiden wichtigsten WordPress-Dateien “.htaccess” und “wp-config.php” vor Zugriffen.

Komprimierung


<FilesMatch “.(js|css|html|htm|php|xml)$”>
SetOutputFilter DEFLATE
</FilesMatch>

Optional und wenn vom Server unterstützt, kann dieser Eintrag dazu genutzt werden, um sämtliche HTML, CSS, PHP und Javascript-Dateien serverseitig vor der Ausgabe zu komprimieren. Dies hat großen Einfluss auf die Ladezeiten der Webseite. Es gibt die Komprimierungstypen mod_gzip oder mod_deflate. Welcher von Beiden unterstützt wird, erfragt Ihr bei eurem Provider.

Browser Cache


<FilesMatch “.(ico|jpg|jpeg|png|gif|js|css|swf)$”>
ExpiresActive on
ExpiresDefault “access plus 120 days”
Header unset ETag
FileETag None
</FilesMatch>

Optional könnt Ihr mit dieser Anweisung in der .htaccess den Cache der jeweiligen Browser dahingehend beeinflussen, dass unnötige Serveranfragen entfallen. Im Code-Beispiel sind alle Bilddateien 120 Tage gültig. Diesen Wert könnt Ihr nach Belieben einstellen.

Mit einigen kleinen Anpassungen in der .htaccess-Datei von WordPress lassen sich tolle Vorteile hinsichtlich Suchmaschinenoptimierung, Ladezeit und Sicherheit erzielen. Fallen euch weitere Dinge ein, so schreibt doch einfach einen Kommentar dazu.

Über Peter

Ich bin seit 2008 selbständiger Web-Entwickler und Inhaber von Design-Insel.de. Ich versorge meine Kunden mit anspruchsvollen und erfolgsorientierten Weblösungen. Dazu zählen mittelständische aber auch größere Unternehmen wie T-Systems und Zalando.

Ein Kommentar

  • So in etwa sieht die .htaccess bei all meinen Blogs aus. Gerade das Absichern wichtiger Konfigurationsdateien sollte standardmäßig zu einer WordPress-Installation gehören. Blogs, die nicht von mehreren Redakteuren betreut werden, bekommen bei mir noch einen zusätzlichen Passwortschutz oder das Plugin Limit Login Attempts.

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