Ein Blick in die Zukunft – Teil 1

Von 22. Dezember 2011 Selbstständigkeit Keine Kommentare

In diesem Beitrag möchte ich einmal meine ganz persönliche Einschätzung zum Thema zukünftige Entwicklung im Bereich Web und Mobility abgeben. Später kann man hierauf zurückblicken und schauen, was sich bewarheiten wird. Zugegeben, einige Dinge sind vllt. sehr weit hergeholt aber die Vergangenheit hat uns gezeigt, das teilweise tollküne Vorhersagen sogar noch übertreffen wurden.

Vor 5 Jahren sagte IBM eine effiziente Sprachsteuerung voraus. Nun haben wir mit Apples Siri diese bahnbrechende Errungenschaft. Obbwohl sich diese noch in den Kinderschuhen befindet und sicher verbesserungsbedürftig ist. Eine Tendenz ist aber abzusehen, genauso wie die damit verbundenen Vorteile und Innovationen. Vor Kurzem sagte IBM vorraus, dass in den nächsten Jahren unter anderem eine Steuerung per Gedanken möglich sein wird. Wir werden sehen, ob auch dieses Ziel erreichbar wird, vor Allem für die breite Masse der Anwender.

Das Onlinegeschäft

Es gibt Sie und das seit Jahren, Menschen die das Internet am Zenit seiner Entwicklung sehen. Jährlich treffen hunderte “Experten” Vorhersagen zum Einbruch des Wachstums, bewahrheitet hat sich dies bisher keinesfalls. Im Gegenteil, Zahlen und Fakten aus verschiedenen Bereichen sprechen immer weiter für ein stetiges Wachstum des Internets in allen Belangen. Hier meine ganz persönlichen Prognosen:

  • Die Anzahl der Menschen, die einen ständigen Zugang zum Internet besitzen wird weiterhin rapide steigen
  • Die durchschnittlich verfügbare Datenübertragungsrate, Datenvolumen und der benötigte Onlinespeicher steigt um das Vielfache
  • Immer mehr Geschäfte werden Online abgewickelt und der Umsatz im Onlinegeschäft steigt somit weiterhin
  • Der Arbeitsfluss (Workflow) und teilweise komplette Unternehmensbereiche werden weiterhin mehr im Onlinebereich abgewickelt. Stichwort: Intranetsysteme, CRM, Mitabreiterverwaltung, Support, Ticketsystem, Outsourcing, Marketing, Kundenaquise, Recherche und Informationsbeschaffung
  • Das Onlinegeschäft begibt sich mehr in den Bereich Mehrsprachigkeit und bedient zunehmend Schwellenländer
  • Die Hauptverdiener werden Großinvestoren, Big Player und innovative Unternehmen sein
  • Personalisierte/Conten-sensitive Werbung wirt hohe Umsätze erwirtschaften

Die Big Player

Im Internet ist theoretisch jeder dein Konkurrent. Aber auch jeder dein Kunde. Auch in diesem Bereich zeigt sich eine Tendenz, die auch viele Probleme mit sich bringt. Big Player, also im übertragenen Sinne Firmen oder Webseiten, die sich den größten “Teil des Kuchens” sichern. Der Grund liegt darin, dass sich die meisten Besucher für den vermeindlich “Besten” entscheiden. Also die beste Suchmaschine (“Hier bekomme ich ja die besten Ergebnisse”) oder das größte soziale Netzwerk (“Hier sind die meisten Freunde”). Teilweise sind es sogar die “Besten”, oft wird uns diese Meinung aber auch nur durch Werbung oder den allgemeinen Mainstream sugeriert.

Beispiel 1:

Die Google Suchmaschine. Gerade in der westlichen Welt werden mindestens 90 % der Online-Suchanfragen über eine einzige Suchmaschine generiert. Die anderen “Großen” teilen sich lediglich den Rest im einstelligen Prozentbereich.

Beispiel 2:

Soziale Netzwerke. Die großen Anbieter wie Facebook und Google+ sichern sich eine steigende Anzahl von hunderten Millionen Benutzern. Die Konkurrenz muss sich im besten Fall mit einer Anzahl im sinkenden einstelligen Millionen-Bereich zufrieden geben. Dies betrifft meist nationale Netzwerke. Der Weg geht auch hier in den internationallen Bereich.

Jedoch werden sich Netzwerke mit einer starken thematischen Ausrichtung weiterhin etablieren. Dazu zählen zum Beipspiel Business-Netzwerke wie Xing, LinkedIn oder Alibaba aber auch kultur-spezisfische Netzwerke die sich durch Musikrichtungen, Vereine, Interessengruppen, Hobbies und Lebenseinstellungen unterscheiden. Oft finden diese Personengruppen in allgemeinen Netzwerken nicht ausreichend Grundlagen um Interessen zu teilen und auszuleben oder werden gar ausgegrenzt.

Die Problematik wiegt hier schwer. Im Grunde ist dies eine Monopolstellung der “Big Player”. Einige wenige Unternehmen sichern sich den Großteil der Kunden und haben einen riesigen Einfluss auf Meinungen, Preisgestaltung und Entwicklungen in der jeweiligen Branche. Meist bleibt aufgrund fehlender Regulierungen nur zu hoffen, dass sich besagte Unternehmen diesen Verantwortungen wirklich bewusst annehmen.

Die “Kleinen” haben das Nachsehen. Für die Konsumenten jedoch meist ein Vorteil, da diese Institutionen oft sehr weit fortgeschritten in der Entwicklung sind und gute Leistungen (Preise, Funktionsumfang) bieten können. Ein Beispiel abseits der Onlinewelt finden wir schnell. Früher gab es unzählige kleine Geschäfte, auch in ländlichen Gegenden. Heute ist das anders. Große, zentrale Märkte bieten geringer Preise, mehr Angebot und besseren Service. Die Kunden fahren eher etwas weiter, um diese Vorteile genießen zu können, anstatt zum “Laden um die Ecke” zu gehen. Im Internet ist dies noch drastischer. Ein Weg zum Laden entfällt und somit ist eine Entscheidung für den “Richtigen” schnell gefallen.

Der SmartPC

Den PC, wie wir Ihn kennen, wird in naher Zukunft nicht mehr existieren. Smartphones werden zunehmend leistungsfähiger. Schon jetzt besitzen diese mehr Leistung als machner PC. Prozessoren mit zwei Kernen in mobilen Geräten sind bereits etabliert. In 2012 werden erste Quad-Core-Systeme folgen.

Ein wager aber denkbarer Ausblick wäre somit, diese Smartphones in Zukunft allgemein als mobilen PC zu nutzen. Das Gerät kann auf den Schreibtisch gelegt werden und verbindet sich im Idealfall kabellos und automatisch mit dem Monitor, der Maus und der Tastatur und bootet dann ein (separates) Betriebssystem. Denkbar wäre auch eine Docking-Station, welche das Smartphone mit den Geräten verbindet und weitere Anschulssmöglichkeiten (Laufwerk, Datenschnittstellen) bietet. Bereits jetzt besteht theoretisch die Möglichkeit. Zudem bringt das System dann automatisch die Telefon-typischen Vorteile mit sich: Telefon, Nachrichten-Versand, GPS, W-LAN, Mobiles Internet, Wechselspeicher, Mikrofon, Lautsprecher, Kamera uvm.

Vorhersagen für die Zukunft? Dann einfach einen Kommentar schreiben :-)

Über Peter

Ich bin seit 2008 selbständiger Web-Entwickler und Inhaber von Design-Insel.de. Ich versorge meine Kunden mit anspruchsvollen und erfolgsorientierten Weblösungen. Dazu zählen mittelständische aber auch größere Unternehmen wie T-Systems und Zalando.

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